Kleine Maßnahmen – Große Wirkung

3 + 1 SEO-Tipps, um Ihren Content aufzuwerten

19. Juli 2016

Sie produzieren online Inhalte, aber organischer Traffic bleibt aus? Erfahren Sie jetzt mit welchen 3+1 einfachen Maßnahmen aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung Sie Ihren Content aufwerten und dadurch leichter online auffindbar machen können.

SEO als Grundlage Inhalte zu strukturieren

SEO, kurz für Suchmaschinenoptimierung, hat in den letzten Jahren teilweise ein anrüchiges Image bekommen und klingt für Branchenfremde oft nach Trickkiste und verbotenen Techniken – Black Hat-Techniken, wie die SEOs diese gern nennen.

Einfach formuliert geht es bei Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2016 jedoch unter anderem um eine klare Auszeichnung des eigenen Contents. Daher ist Suchmaschinenoptimierung die Grundlage, um Inhalte auf Ihrer Website zu strukturieren – sowohl für den User als auch für Google.

Mit Content sind in diesem Zusammenhang jegliche Texte auf Ihrer Webseite, wie Kategorientexte, Magazinbeiträge, aber auch Bilder gemeint.

Mit welchen 3+1 SEO-Ansätzen Sie als Einsteiger Ihren Content aufwerten und durch gezielte Optimierung online schneller auffindbar machen können, erfahren Sie jetzt.

Tipp 1: SEO Basics um Inhalte zu strukturieren

Wichtige Hebel aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung sind Überschriften und Titles. Setzen Sie diese korrekt ein, ist bereits ein wichtiger Schritt getan, um ihrem Content aus SEO-Sicht zu optimieren.

Überschriften einsetzen

Nutzen Sie Überschriften innerhalb Ihres Contents. Diese sorgen gerade bei langen Content-Stücken dafür, dass sich User (und auch Google) schneller orientieren können. Die wichtigste Überschrift Ihres Contents bildet die H1-Überschrift. Idealerweise setzen Sie das Hauptkeyword Ihres Contents an die erste Stelle Ihrer H1.

Haben Sie beispielweise einen Online Shop für Golfzubehör und möchten Ihren Kategorientext für Entfernungsmesser optimieren, dann ist als H1 (Hauptüberschrift) der Kategorie „Entfernungsmesser“ ideal, da dies der Oberbegriff für die Produktkategorie ist.

Nutzen Sie insbesondere bei längeren Texten H2- und H3-Überschriften, wenn es der Text erfordert. Auch helfen Markierungen und Formatierungen im Text, diesen für den User ansprechend aufzubereiten – denn: Was für den User gut aufbereitet ist, sorgt auch bei Google für Wohlwollen.

Neben der H1-Überschrift sollte auch ein Title für den Content vergeben werden. Dieser kann mit der H1-Überschrift übereinstimmen, viele Content Management Systeme (CMS) ermöglichen es jedoch auch Title und H1 zu individualisieren.

Wo ist ein Title sichtbar?

Title Tag im Tab

Title Tag im Tab

Der Title wird zum einen im Tab angezeigt und zum anderen von Google in die Suchergebnisse (in das sogenannte Snippet) als klickbare Überschrift gezogen.

Title Tag für transaktionale Suchanfrage

Title als klickbare Überschrift des Suchergebnisses

Der Title sollte daher sicherstellen, dass User aus der Suche heraus sofort verstehen, um was es auf Ihrer Seite geht. Dafür sollte der Title, genau wie in der H1-Überschrift, das Hauptkeyword enthalten.

Die empfohlene Länge des Titles beträgt aktuell 70 Zeichen – ist Ihr Title länger, wird er mit drei Punkten abgeschnitten – ist Ihr Title nicht optimal gewählt, zieht sich Google seit ein paar Jahren auch gern selbst einen Title in das Snippet.

Den Title optimal gestalten

Da Google den Title in die Suchergebisse zieht, sollte für die Wahl des Titles die Suchintention des Users im Hinterkopf behalten werden. Generell unterteilt man die Suche in die Bereiche transaktionale Suchanfragen, informationale Suchanfragen und navigationsgetriebene Suchanfragen.

Der Online Shop für Golfzubehör kann beispielsweise in den Title seiner Kategorie „Entfernungsmesser“ das Verb „kaufen“ ergänzen, damit User im Rahmen ihrer transaktionalen Suchanfrage „Entfernungsmesser kaufen“ zu Ihrem Online Shop klicken.

Title Tag für transaktionale Suchanfrage

Google Suchergebnis für transaktionale Suchanfrage

Ist Ihr Content ein Magazinbeitrag mit einem Testbericht zur neuen Golfuhr TomTom Golfer 2, einem Entfernungsmesser der Marke TomTom, dann sollte dies auch im Title des Beitrags erwähnt werden. So wären beispielsweise Title wie „TomTom Golfer 2 im Test auf dem Rasen“ oder „TomTom Golfer 2 im Testbericht“ ideal – dadurch weiß der User (und auch Google) direkt, um was es im Magazinbeitrag geht (hier: Kauf vs. Information in Form eines Praxistests).

Title Tag für informationale Suchanfrage

Suchergebnis für die informationale Suchanfrage „TomTom Golfer Test“


Unser Hinweis: Keywords im Title einbinden und dadurch den Content optimieren – klingt gut? Bitte übertreiben Sie den Einsatz des Keywords im Title nicht – Keyword Stuffing (hier: Keyword mehrmals im Title einbinden) zählt zu den bereits in der Einführung erwähnten Black Hat Techniken und sollte heutzutage unbedingt vermieden werden.


Neben dem Title Tag, sollten Sie in Ihrem Content auch eine Meta Description vergeben. Diese hat heutzutage zwar keine Bedeutung mehr für das Ranking Ihres Contents, wird aber – wie Sie in den beiden Screenshots der SERPs gesehen haben, mit dem Title Tag von Google herangezogen, um das Suchergebnis darzustellen. Mit einer ansprechenden Meta Description kann das Snippet klick-attraktiver werden und dabei helfen, den User zu überzeugen auf Ihr Suchergebnis zu klicken.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die H1-Überschrift sowie der Title zu den wichtigsten SEO-Faktoren gehören, die man auf seiner Website bewusst hinterlegen kann.

 

Tipp 2: Optimierter Bildcontent

Ein weiterer Hebel, der zum einen Content aufwertet und zum anderen Traffic bringen kann, sind die im Content eingebundenen Bilder. Bilder zu optimieren führt im besten Fall dazu, dass User über die Google Bildersuchergebnisse auf Ihren Content gelangen.

Golfschuh auf Rasen

Golfer auf Rasen

Für die Optimierung von Bildcontent gibt es einige Richtlinien. So sollten Bilder beispielsweise nicht mit 1234.jpg abgespeichert und hochgeladen werden, sondern stets klar, mit sprechenden Dateinamen, versehen werden. Fragen Sie sich: Was ist auf dem Bild zu sehen? Vergeben Sie einen konkreten Bildtitel, einen Alt-Tag (alt steht hierbei für alternativ und wird dem User angezeigt, wenn aus diversen Gründen das Bild in Ihrem Beitrag einmal nicht laden kann). Der alt-Text sollte dem User beschreiben können, was eigentlich auf dem Bild zu sehen wäre (z.B. Golfschuh auf Rasen).

Zudem ist die Bildgröße wichtig. Ideal sind laut Martin Mißfeldt, dem SEO-Experten, wenn es um die Optimierung von Bildern geht, Bilder mit einer Größe von mindestens 320px x 240 px und maximal 1280 px x 960 px – eine Kantenlänge von mindestens 300px wird empfohlen. Seine Beobachtungen haben zudem herausgefunden, dass Bilder im 4:3 Format leichte Ranking-Vorteile bei Google genießen.

Die Ablage der Bilder ist ebenso relevant – nutzen Sie hierfür sprechende Verzeichnis URLs. Interessieren Sie sich genauer für das Thema Bildoptimierung, dann finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Bilder SEO weitere Informationen.

 

Tipp 3: Verlinkung innerhalb des Contents

Als dritter Hebel sollen in diesem Beitrag interne Links genannt werden. Setzen Sie innerhalb Ihres Contents gezielt interne Links – damit vernetzen Sie Ihren Content thematisch passend und stärken gezielt einzelne Inhalte und Seiten.

Wohin soll verlinkt werden und wie viele interne Links pro Seite?

Generell sorgen Links dafür, Verbindungen zwischen einzelnen Seiten zu schaffen. Sie zeigen Google, welche Inhalte thematisch zusammengehören und welche Seiten in Verbindung mit dem vorliegenden Content relevant sind.

Fragen Sie sich daher, in welchem Kontext Ihr Content zu den restlichen Inhalten Ihrer Seite steht und wählen Sie passende Linkziele.

Passende Linkziele bzw. URLs innerhalb eines Texts können themennahe Beiträge oder Bereiche Ihrer Seite sein.

Haben Sie beispielsweise einen Ratgeberbeitrag für den Kauf von Entfernungsmessern verfasst, ist es durchaus legitim, aus dem Beitrag heraus auf einzelne Produkte Ihres Online Shops zu linken, die Sie im Beitrag empfohlen haben. Haben Sie bereits Beiträge zu ähnlichen Themen veröffentlicht, so können auch diese intern verlinkt werden. Diese decken im besten Fall ein Thema ab, das ebenso für den Leser von Interesse ist. Klickt sich der User weiter durch Ihre Inhalte, erhöht sich die Nutzungsdauer auf Ihrer Website (Time on Page) – ein weiteres wichtiges Qualitäts-Kriterium für Google.

Fragen Sie sich nun, wie viele interne Links gesetzt werden sollten? Behalten Sie im Hinterkopf, dass interne Links Usern bei der Navigation helfen sollen. Von daher ist an dieser Stelle lediglich zu empfehlen sinnvolle Links in einer natürlichen Anzahl zu setzen. Dies können bei einem Ratgeberartikel von 500-600 Wörtern ca. 2-3 interne Links sein – ein Beitrag, indem beispielsweise eine Linkliste an Rezepten, die man bereits veröffentlich hat, zusammengestellt wurde, kann jedoch schon einmal mehr interne Links aufweisen.

Für die optimale Navigation der User auf Ihrer Seite sind zudem die Anker Texte (auch: Linktexte) der internen Links wichtig. Darunter sind die klickbaren Zeichen oder Wörter zu verstehen, auf denen ein Link hinterlegt ist. Jede Website bzw. URL sollte auf ein Keyword hin optimiert werden. Der Ankertext sollte dem Keyword der Seite entsprechen, auf die gelinkt werden soll und sollte seitenweit als Linktext genutzt werden.

Interne Links korrekt auszeichnen

Wichtig: Interne Links sollten immer als “do follow“ gekennzeichnet werden. Nur so kann der Link seine Linkkraft an die verlinkten Seiten weitergeben und nur so folgt Google den Links und bringt die Content-Stücke thematisch zusammen. Mit kostenlosen, schnell zu installierenden Plugins, wie z.B. der Mozbar (aktuell nur für Chrome) können Sie stets prüfen, ob Ihre internen Links auf „do follow“ sind.

Tipp +1: Schreiben Sie stets für Ihre Zielgruppe

Im Zusatztipp geht es um die Frage „Wie erstelle ich relevante Inhalte mit Mehrwert für meine User“.

Keywordrecherchen und das Erstellen relevanter Inhalte haben heutzutage einen sehr großen Stellenwert im Bereich Content Marketing. Empfehlenswerte kostenfreie Keyword-Tools für Keyword-Recherchen sind der Google Keyword Planner, keywordtool.io, hypersuggest.com sowie unser neuer Favorit – answerthepublic.com.

Zudem gibt es viele weitere gute Keyword Tools, die einem dabei helfen können, die passenden Keywords für seinen Content zu entdecken und Themenbereiche zu identifizieren.

Nachteil: Die Free-Versionen zeigen Ihnen häufig nicht das Suchvolumen der Begriffe an, sodass man bei manchen Keywords unendlich viele Suchvorschläge erhält – diese gilt es gründlich auszuwählen und in einer Themenmatrix zu sortieren.


Unser Tipp: Schreiben Sie stets für Ihre Zielgruppe! Produzieren Sie Content nicht nur für die Suchmaschine, nutzen Sie Keyword-Tools als Unterstützung, aber verfangen Sie sich nicht in den unendlichen Weiten dieser Tools.


Idealerweise lassen Sie Ihren Content von einem Fachmann aus Ihrem Bereich schreiben – so können Sie qualitativ hochwertige Texte mit relevanten Inhalten erstellen. Mit einem Experten als Autor werden Sie in den meisten Fällen automatisch die richtigen Keywords in der richtigen Anzahl verwenden.

Vorgehen, um relevante Inhalte mit Mehrwert für Ihre User zu stellen

tabelle_Contenterstellung

Fazit

Jeden Tag gehen unzählige Inhalte online und jeder möchte mit seinem Content seine Zielgruppe erreichen und Mehrwerte schaffen – doch dafür müssen die Inhalte auf Ihrer Seite gefunden werden und hierfür müssen Themen gefunden werden, die für Ihre Zielgruppe von Relevanz sind.

Wir hoffen Ihnen mit diesem Artikel ein paar einfach umzusetzende Tipps an die Hand zu geben, um Ihre eigenen Inhalte zu optimieren und besser auffindbar zu machen.

Haben Sie weitere Tipps, mit denen man Content schnell und einfach optimieren kann? Dann hinterlassen Sie uns gleich einen Kommentar.

Beitragsbilder: ©DigiClack fotolia.com | Andreas Haertle fotolia.com

Bewerten Sie diesen Artikel

Ein Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Mit einem Netzwerk anmelden, oder das Formular ausfüllen. Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige angaben sind mit * gekennzeichnet.