Wie Google meine Website versteht

Tipps für die perfekte Seitenstruktur

14. Juni 2017

Einer der wichtigsten Faktoren beim Thema Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor die Frage zu beantworten, wie man seine Firmen-Seite am besten strukturiert. Dies hilft Google zu verstehen, welche Seite für welche Keywords gefunden werden soll.

Entscheidend hierfür ist der Aufbau der Seite und deren Seitenstruktur.

Zu aller erst gilt es zu differenzieren, welches Produkt man anbietet.

Handelt es sich um einen großen Shop mit vielen Produkten, muss anders vorgegangen werden als bei einem Malerbetrieb in einer Großstadt.

Fall 1) der große E-Commerce Shop

Ist man Betreiber eines größeren E-Commerce Shops oder eines komplexeren Produkts, sollte man sich zuerst im Klaren darüber werden, welche Produkt-Kategorien man anbietet. Bewegt man sich beispielsweise im Bereich von Sport-Utensilien, macht es Sinn, seine Produkte in verschiedene Unter-Kategorien zu unterteilen – in diesem Fall in „Skateboards“, „Snowboards“, „Ski“, ….

Für jede Kategorie sollten Kategorie-Landing Pages erstellt werden, die alle Produkte dieser Kategorie zeigen.

Beispiel: www.beispielsportshop.com/de/skateboards/

oder www.beispielsportshop.com/de/snowboards/

Ist die grobe Struktur der Website aufgezeichnet, sollte man sich mit den dazugehörigen Sub-Kategorie-Landing Pages beschäftigen.

Um auf möglichst viele Keywords zu ranken, macht es Sinn, sich in der Struktur vom „Short-Head“ (einsilbige Suchbegriffe wie „Skateboard“) über „Mid-Terms“ (z.B. „Skateboard Decks“) zum „Long-Tail“ (z.B. „Skate Board Decks in grün“) vorzuarbeiten.

Die nächste Ebene wäre also:

www.beispielsportshop.com/de/skateboards/skateboard-decks/

und die letzte Ebene:

www.beispielsportshop.com/de/skateboards/skateboard-decks/gruen/

Im Idealfall befindet sich auf jeder Kategorie-Ebene eine für Google auslesbare H1-Überschrift, Content im sichtbaren Bereich und eine möglichst genaue Darstellung der Produkte, die der Kategorie zugehörig sind.

Die beste Möglichkeit, Google die Landing Pages möglichst einfach zur Verfügung zu stellen, ist diese in intelligenter Weise von der Startseite oder der Homepage zu verlinken.

So sollten die Top-Kategorien von der Homepage verlinkt werden. Die jeweiligen Sub-Kategorien können von der darüberliegenden Ebene verlinkt werden.

Auf diese Weise wird dem Google-Bot die Seite zugänglich gemacht.

Seitenstruktur

Beschreibung einer komplexen Website-Struktur

 

Fall 2) ein mittelständisches Unternehmen mit nur einem Produkt

Sollte ein Unternehmen nur wenige Produkte oder Produkte in einem weniger starken Detailgrad anbieten, spiegelt sich dies auch in der Seitenstruktur wider.

So sollte das Haupt-Keyword des Unternehmens für die Startseite genutzt werden. Das Hauptkeyword eines Malermeisters in München wäre also „Malermeister in München“. Bietet man noch weitere Dienstleistungen an wie „Dachdecken in München“ oder „Fliesenlegen München“ – macht es Sinn, diese Leistungen ebenfalls in einer „Kategorie“ zu bündeln (z.B. „Leistungen“) und hier alle relevanten Informationen zu hinterlegen.

Die angebotenen Leistungen werden dabei im Idealfall alle von der Startseite verlinkt, um Google möglichst genau die Relevanz dieser Seiten darzustellen.

Seitenstruktur

Standard-Website / mittelgroße Website

 

Zusammenfassung

Natürlich kann der Aufbau der Seitenstruktur von Fall zu Fall variieren, doch in den meisten Fällen decken Fall 1 und 2 die „Regel“ ab. Wobei 1 und 2 sich nicht gegenseitig ausschließen und ein „Hybrid“ daraus entstehen kann.

Am wichtigsten dabei ist es, sich auf eine grundlegende Struktur festzulegen, diese anhand von Daten (Google Keyword Tool) zu belegen und dann konsequent durchzuziehen.

Zusätzlich ist es sinnvoll, sich bereits vorab über den notwendigen Content für die jeweiligen Landing Pages Gedanken zu machen und sich zu überlegen, ob man Seiten auch nur dann in den Index nimmt (möglich über „index“ / „noindex“ Tag im HTML-Code), wenn diese einzigartigen Content beinhalten. Auf diese Weise umgeht man eine Abstrafung durch Google Penaltys wie zum Beispiel Google Panda.

Sind einmal alle Kategorien festgelegt, geht es darum, die ideale Link-Struktur, also die interne Verlinkung, zu finden. Dies kann einerseits bedeuten möglichst viele Kategorien aus der Top-Navigation zu verlinken, oder die jeweiligen Sub-Kategorien untereinander zu verlinken. Auch hier gilt es von Fall-zu-Fall auf Logik zu prüfen.

Wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Erfolg bei dem Aufbau Ihrer Firmen-Website!

Bildquelle: ©stockWERK fotolia.com

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