Produktdatenoptimierung mit benutzerdefinierten Labels

Google Shopping einrichten leicht gemacht mit Custom Labels

6. Januar 2017

Haben Sie die Möglichkeit Ihren Produktdaten-Feed ohne Weiteres zu bearbeiten und benutzen noch keine benutzerdefinierten Labels? Dann heißt es jetzt: aufgehorcht! Google stellt neben den Pflichtattributen 5 weitere Attribute zur Verfügung, mit denen sich mehr beim Google Shopping Einrichten rausholen lässt. Wie genau, erfahren Sie ausführlich in diesem Artikel.

Die im Englischen etwas griffiger benannten „Custom Labels“ lassen sich frei definieren und ermöglichen neue Optimierungsmöglichkeiten. Sie können Ihre Produkte also nach Belieben klassifizieren, gruppieren oder eben einfach unbenannt lassen, ohne einen Alarm im Google Merchant Center befürchten zu müssen.

 


Alles was dafür getan werden muss, ist im Produktfeed zusätzlich eine Spalte mit der Überschrift custom_label_0 (wahlweise bis 4) anzulegen. Innerhalb dieser können individuelle Werte für alle Produkte übergeben, die zu einer Gruppe gehören. Anschließend steht das benutzerdefinierte Label als Gliederungsinstanz für Shopping-Kampagnen im AdWords Interface bereit. 


 

Google Shopping einrichten kann man ebenso über die Attribute Marke und Produktkategorie. Die benutzerdefinierten Labels verschaffen jedoch mehr Flexibilität und Übersichtlichkeit beim Set-Up.

Bevor Sie die Struktur eines benutzerdefinierten Labels ähnlich komplex wie die einer Google Produkt-Kategorie planen, sei ausdrücklich erwähnt, dass lediglich ein Wert pro Attribut übergeben werden kann. Zusätzliche Trennzeichen, wie Schuhe > Leder > rot, bringen nichts.

 

Google Shopping einrichten mit benutzerdefinierten Labels

Wussten Sie, dass in Ihrer Shopping-Kampagne für Sportschuhe von Nike auch Tanzschuhe beworben werden? Dank benutzerdefiniertem Label 2 schon.

 

Im Beispiel der obigen Abbildung wäre es vorstellbar, dass benutzerdefiniertes Label 1 definiert, ob es sich um normale oder Kindergrößen handelt. Gegebenenfalls könnte man mit einem Klick auf das Drop-Down zum gewünschte Label navigieren um ausschließlich Erwachsenengrößen auszuwählen und danach selektieren, welche Schuharten beworben werden sollen.

Aktionswaren & Sale-Produkte

Search Kampagnen können auf Rabatte und Aktionen hinweisen. Ergänzend ist es hilfreich, auf Aktionsware auch in Shopping gezielt zu bieten. Wenn solchen Produkten mittels benutzerdefiniertem Label ein Wert zugewiesen werden kann, können diese Produkte ohne großen Aufwand in einer extra Shopping-Kampagne verwaltet werden. Lästiges Segmentieren und mühseliges Ausschließen entfällt, agiles Kampagnen-Set-Up wird so auch für Shopping möglich.

 

Preisspannen

Warum sollte man auf günstige Produkte genauso viel bieten, wie auf teure? Falls Ihnen darauf keine triftige Antwort* einfällt, liegt eine wertvolle Optimierungsmaßnahme nicht weit. Nach der Definition von sinnvollen Preisintervallen, lassen sich die Gebote unkompliziert nach Verkaufswert staffeln.

Segmentieren mit benutzerdefinierter Labels - Preisspannen

Kein Raten mehr beim max. CPC-Gebot durch Preisspannen: Gebote einfach nach Produktgruppen staffeln.

Google Shopping Bestseller Kampagnen anlegen

Besonders gefragte Produkte können per Label auch als Bestseller markiert werden und in einer gesonderten Kampagne mit einer höheren Priorität angelegt werden. Dies stellt sicher, das keine Ladenhüter in Shopping angezeigt werden, sondern eben die meistverkauften Produkte.

 

Google Shopping einrichten mit weiteren benutzerdefinierten Labels

Neben Preisspannen ist auch die Unterteilung nach Produktmarge denkbar. Am Ende ist dies nur eine Frage der Verfügbarkeit der Werte (weitere Beispiele gibt der Google Support).  Natürlich funktioniert dies auch mit der stufenweisen Segmentierung mittels Google Produktkategorie. Via konsistenter Custom Labels klappt es im AdWords-Interface allerdings noch schneller. Für eine Schuhmarke, die verschiedenartige Schuhtypen umfasst, könnten die Werte des benutzerdefinierten Labels zum Beispiel Loafers, Mokassins, Oxfords und Chelsea Boots lauten.

 

Schlagen Sie der Unübersichtlichkeit von Google Shopping ein Schnippchen und labeln Sie sich Ihren eigenen Work-Around um schnell zu erkennen, welche Produkte sich hinter der ID verbergen. Solange mit Ihrer Shopping-Kampagne nur ein paar Dutzend Produkte beworben werden, kann guten Gewissens darauf verzichtet werden. Beim Google Shopping einrichten jenseits der Grenze von 500 Produkten sind benutzerdefinierte Labels jedoch ein nützliches Werkzeug.

Kennen Sie weitere Wege, Custom Labels effektiv zu nutzen? Wir freuen uns über jede Anregung.

 

*Gegebenenfalls ist der Wert/Conversion bei günstigen Produkten ähnlich hoch, wie bei hochpreisigen. In diesem Fall wäre es falsch das Gebot vom Produktpreis abhängig zu machen. Idealerweise wird für das Bidding die Marge des Warenkorbs berücksichtigt.

Bildquelle: Fotolia © jd-photodesign

 

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