Briefings im Content Marketing

Gutes Autorenbriefing – Das gehört rein!

26. September 2016

Um bei Google gut zu ranken, kommen Website Betreiber nicht um gute Inhalte herum. Doch nicht jeder hat die Ressourcen eigenen Content zu produzieren. Hier kommen Content Agenturen ins Spiel. Auf diesen Plattformen kann man Texte, wie Kategorientexte, Ratgeberbeiträge oder Blogartikel in jeder Qualitätsstufe produzieren lassen. Zwar stehen einige Unternehmen Content Agenturen kritisch gegenüber – hält man sich jedoch an einige Vorgaben und erstellt gute Briefings für den Autor, kann man auf Content-Plattformen sehr hochwertige Texte erwarten.

Doch was gehört in ein Briefing, damit beim Autor keine Fragen offen bleiben? In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Punkte zusammen, die in einem Autorenbriefing enthalten und bei der Erstellung beachtet werden sollten. Anbei befindet sich zudem eine Vorlage als PDF, die für eigene Autorenbriefings genutzt werden kann.

Was ist ein Autorenbriefing

Ein Autorenbriefing ist eine ausführliche Auftragsbeschreibung an einen Autor zum gewünschten Text. Ein ausführliches Briefing erhöht die Chancen, dass beim Autor alle Fragen zum Schreiben des Textes geklärt sind – doch Vorsicht: Wird das Briefing zu ausführlich, können schnell ein paar Seiten zusammen kommen und es besteht die Gefahr, dass der Texter das Briefing nicht aufmerksam zu Ende liest.

liste_abhakenEin Autorenbriefing sollte daher stets klar und präzise formuliert sowie strukturiert werden. Sprich: Neben dem Inhalt ist auch die Form des Briefings wichtig. Gerade bei langen und ausführlichen Briefings darf die Form und Struktur nicht leiden, sonst besteht die Gefahr, dass der Texter wichtige Informationen überliest. Arbeiten Sie daher mit Absätzen, Listen, Tabellen, Markierungen, Zwischenüberschriften und Hervorhebungen, um eine klare Struktur im Briefing zu behalten.

Der Inhalt eines guten Autorenbriefings

Die Must Haves:

Thema: Teilen Sie dem Autor den (Arbeit-)Titel des gewünschten Textes mit.

Inhaltsbeschreibung: Um was soll es im Text gehen und was darf nicht erwähnt werden – schreiben Sie alle Informationen dazu in das Briefing. Legen Sie Fragen fest, auf die der Autor im Text eingehen soll und lassen Sie den Autor wissen, wofür der Text benötigt wird. Soll der Text ein Ratgeberbeitrag, Blogartikel oder Kategorietext werden? Formulieren Sie das Ziel des Textes, spricht: Soll der Text einen unterhaltenden oder informierenden Charakter haben oder beispielsweise zum Kauf anregen?


Wichtig: Formulieren Sie auch, was nicht im Text erwähnt werden soll. Das können Themen sein, die auf der Website bereits ausführlich an anderer Stelle beschrieben wurden und nicht erneut Inhalt des bestellten Textes sein sollten.


Wortanzahl: Geben Sie im Briefing die Textlänge mit einer Spanne an Wörtern an. Idealerweise haben Sie bereits konkrete Vorstellung vom Inhalt und Struktur des Textes und können grob überschlagen, wie viele Wörter der Text ungefähr umfassen soll. Bestellen Sie zum Beispiel ein Beitrag zum Thema „10 Tipps zum Kauf einer neuen Sonnenbrille“ und kalkulieren pro Tipp 60-80 Wörter, dann muss der Text mit Einleitung und Fazit 700-900 Wörter umfassen. Alternativ besteht die Möglichkeit zu analysieren, wie viele Wörter gut rankende Beiträge der Top 10 Suchergebnisse zählen und damit eine durchschnittliche Wortanzahl zu eruieren. Eine gut kalkulierte Wortanzahl hilft, da Autoren sonst an ihr Wortlimit kommen und wertvolle Informationen heraus kürzen müssen oder nur oberflächlich bearbeiten können.


Nicht in jeder Situation sind lange Texte erforderlich. Manchmal suchen Nutzer nur nach einer bestimmten Information (Wetter, Feiertage, …). Wichtiger als die Textlänge ist der Mehrwert, den der Text für den Leser bietet – unnötig lange Texte sollten daher stets vermieden werden.


Schreibstil: Geben Sie an, welchen Schreibstil Sie im Text wünschen: Gehoben, professionell mit Fachbegriffen, locker, umgangssprachlich oder objektiv?

Aufbau & Struktur: Geben Sie dem Autor Vorgaben zum Aufbau und der gewünschten Struktur des Textes. Wünschen Sie verschiedene Textarten, wie einen kürzeren Teasertext oder einen Text für die Sidebar? Teilen Sie dem Texter zudem mit, ob er Zwischenüberschriften, Absätze, Listen, Zitate, Hervorhebungen und Tabellen im Text einsetzen soll.


Tonalität: Geben Sie im Briefing die Anrede des Lesers vor. Möchten Sie Ihre Leser Siezen, Duzen oder bevorzugen Sie es, eine direkte Ansprache des Lesers ganz zu vermeiden?

Zielgruppe: Lassen Sie den Autor wissen, wer die Zielgruppe des Textes ist. Werden mit dem Text Experten oder Laien zum einem Thema angesprochen? Diese Information ist wichtig für die Wortwahl im Text.

SEO-Anforderungen: Geben Sie dem Texter Keywords vor, die idealerweise nach Priorität sortiert sind. Keywords helfen dem Autor, besser zu verstehen, in welche Richtung es thematisch gehen soll.

Die „Nice to Have“s:

platzierung_texte_website_autorenbriefing

Grafik zur Platzierung von Texten auf einer Website.

Für wen wird der Text benötigt? Arbeiten Sie in einer Agentur und bestellen Texte für einen Kunden, dann lassen Sie den Autor wissen, für wen er schreibt. So kann er sich auf der Website über den Schreibstil des Auftraggebers informieren.

Gliederungsvorschlag: Haben Sie bereits eine tiefere Themenrecherche durchgeführt und grobe Inhalte abgesteckt, die im Text enthalten sein sollen, dann geben Sie dem Autor einen Gliederungsvorschlag an die Hand.

Anhänge nutzen: Nutzen Sie die Möglichkeit, Anhänge an den Auftrag zu fügen. Diese unterstützen den Autor beim Schreiben und leiten ihn durch das Thema. Anhänge können sein:

  • Screenshots der Seite mit der zukünftigen Platzierung der Texte
  • Mustertexte, aus denen der Autor herauslesen kann, wie Sie sich die Texte wünschen
  • Konkurrenz-Beispiele, die der Autor einbeziehen soll

Tipps zum Schluss

  1. Lassen Sie Ihr Briefing von einer zweiten Person prüfen. So fallen Stolpersteine frühzeitig auf.
  2. Lassen Sie Probetexte schreiben und passen Sie das Briefing an.
  3. Falls Sie eine Content-Plattform nutzen, treten Sie mit dieser direkt in Kontakt. Lassen Sie sich von den Mitarbeitern Autoren empfehlen, die motiviert sind, sich in das Thema einzuarbeiten und zuverlässig arbeiten.
  4. Lassen Sie sich vom Autor Feedback zum Briefing geben und nutzen Sie dies für die Optimierung Ihres Briefings.
  5. Korrekturen und Verbesserungswünsche sollten immer konkret und konstruktiv sein.
  6. Treten Sie in Austausch mit dem Autor und lassen Sie ihn wissen, dass er sich bei offenen Fragen stets an Sie wenden kann.

Extratipp: Bei Bedarf kann eine Telefonkonferenz mit dem Projektmanager der Content-Plattform und den Autoren hilfreich sein. Ein direktes Briefing-Gespräch kann oft helfen und verpflichtet in der Regel mehr als das anonyme System, in dem die Texte bestellt werden.

Briefing-Vorlage

Hier finden Sie eine Autorenbriefing-Vorlage als PDF zum Download:

>> Autorenbriefing Vorlage <<

 

Beitragsbilder: ©DigiClack fotolia.com | ©DigiClack fotolia.com

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